TRENDTALK

Mach mal langsam | Wohntrend Slow Living

Ihr Lieben,

wenn die Kinder zur Schule müssen, wir einen Vollzeitjob haben und der Haushalt sich auch nicht von alleine macht, kann einem der Alltag schnell mal über den Kopf wachsen. Das gesellschaftliche Treiben wird immer schnelllebiger, was sich definitiv auch auf unser Stresslevel auswirkt. Wir wollen schließlich performen – höher, weiter, besser und dabei immer erreichbar sein. Also, gut aufgepasst, denn wir haben ein Anti-Stress-Mittel auf Lager, das Hektik und Alltagswahnsinn richtig clever austrickst.Vielleicht hat die eine oder andere von euch schon einmal etwas von dem Begriff Slow Fashion gehört. Dieser Trend beschreibt im Kern ein Ziel: weniger Kleidung zu nachhaltigen Konditionen einzukaufen. Dieses entschleunigte Prinzip schwappt nun auch auf den Living-Bereich über, wo Guidos Trendspürnäschen natürlich direkt angeschlagen hat.

Fika, Lagom und Hygge – Die Skandinavier wissen wie es geht

Schon komisch, dass wir Deutschen als einziges Land auf der Welt ein Wort für Gemütlichkeit haben, aber das Prinzip der Entschleunigung so komplett verloren haben? Nicht so in Skandinavien. Fika, Lagom und Hygge sind alles Begriffe, die prinzipiell das gleiche meinen: sich Zeit für etwas nehmen, runterfahren, entspannen und einfach nur sein. Diese Denkweise liegt auch dem Prinzip des Slow Livings zu Grunde und kann viel einfach in euren Alltag integriert werden, als ihr es denkt.

Wohntrend Slow Living: Das macht den Trend 2019 aus

  • Weniger ist mehr: Es geht um reduzierte Designs an sich, aber vor allem auch um die Anzahl an Möbelstücken und Dekorationen in einem Raum.
  • Besinnt euch verstärkt auf einzelne Teile: Insbesondere dann, wenn ihr diese neu anschaffen möchtet. Braucht ihr das Teil wirklich? Wenn ja, warum? Macht es euch glücklich?
  • Qualität statt Quantität: Ein hochwertiges Produkt kostet im ersten Moment vielleicht mehr, langfristig habt ihr aber höchstwahrscheinlich länger etwas davon.
  • Materialien, die verbinden: Durch Naturmaterialien wie Holz bringt ihr euch wieder in den Einklang mit eurer Umgebung. Auch Pflanzen sind bei diesem Wohnkonzept unerlässlich.
  • Farben, die entspannen: Erdtöne, reduziertes Weiß, entspanntes Grau – bei Slow Living geht es nicht um wilde, bunte Muster, sondern um eine generelle Reduzierung eurer gesamten Einrichtung. So sollte auch das Farbkonzept möglichst einfach und harmonisch gehalten sein.

Gaaanz langsam: Mit diesen Keypieces setzt ihr das Slow Living Prinzip um

Es kann so einfach sein: Wie bereits beschrieben geht es beim Slow Living nicht nur um die bewusste Entscheidung für bestimmte Neuanschaffungen, sondern um eine Umstrukturierung eurer bisherigen Einrichtung und an erster Stelle eurer Lebensgewohnheiten. Bestimmt ahnen es einige von euch schon, aber neben dem Abschalten und dem Besinnen auf das Wesentliche ist auch ein wenig Ausmisten angesagt. Brauche ich Teil XY überhaupt noch, um glücklich zu sein? Wenn ja, bleibt es. Wenn nein, darf es einen neuen Besitzer finden. Auf diese Weise leert ihr euer Zuhause, eure Oase der Entspannung, von allen Altlasten, was allein schon befreit und Raum für Neues schafft.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gemütlichkeit. Entscheidet euch für Möbel, die zum Wohlfühlen einladen. In einem Schaukelsessel beispielsweise könnt ihr prima relaxen. Oder wie wäre es mit einem Bett aus natürlichem Holz? So lässt sich prima im neuen Lieblingsroman schmökern. Auch eine einladende Terasse kann zur Entschleunigung beitragen. Oder ihr entscheidet euch für eine tolle Wohnlandschaft, auf der die gesamte Familie wieder einen Ort zum Kuscheln findet.

Slow Living: Interior Stillife vom Wohnzimmer mit Sofa

Omm – bevor ihr jetzt alle in ganz neue Sphären der Entspannung und Verlangsamung abtaucht, verabschieden wir euch mit drei ganz einfachen Worten: Chill doch mal!

Alles Liebe,

Eure Guido-Redaktion